Yoga für RadfahrerInnen – Let`s do the Wild Thing

Yoga für RadfahrerInnen - Let`s do the Wild Thing 2

In einem weiteren Beitrag zum Thema „Yoga für RadfahrerInnen“ möchte ich dir eine ganz besondere Asana vorstellen.

„Wild Thing“ (der Sanskritname lautet Camatkarasana) gehört in die Kategorie der Rückbeugen und ist meiner Meinung nach sehr wertvoll, wenn es um den Ausgleich nach einer ausgedehnten (oder auch weniger langen) Radtour geht.

Die besonderen Effekte sind u.a.:

  • die Streckung des gesamten Rumpfes und somit die Aktivierung der gesamten Muskulatur auf der Körperrückseite
  • durch diese Aktivierung wird auch das sympathische Nervensystem aktiviert, das uns wach und aktiv macht. (Aus diesem Grund solltest du diese Pose eher nicht vor dem Schlafen gehen üben 😉 Gerne kannst du die positiven Effekte auch morgens nach dem Aufstehen austesten!! Diese Asana macht dich garantiert munter!)
  • Über die Öffnung des Brustkorbs und die Länge, die in der Endposition entsteht, wird auch die kleine Muskulatur zwischen den Rippen (Mm. Intercostales) gedehnt und aktiviert. Diese Muskeln sorgen dafür, dass sich unser Brustkorb beim Atmen gut ausdehnen kann und haben somit auch Wirkung auf unsere Körperhaltung. Wenn man an die gehaltene nach-vorne-gebeugte Position am Fahrrad denkt, dann wird dir vielleicht auch klar, dass diese Asana von Vorteil sein könnte. 😉
  • Weiters werden die Bauchorgane, die übrigens auch wenig bewegt werden beim Biken, in der Streckhaltung stimuliert und besser durchblutet. Dies fördert die Verdauung und den Stoffwechsel.
  • Die Arme und Schultern erfahren eine krasse Gegenbewegung zum Radfahren, was sich wiederum auf deine Haltung und deine Halswirbelsäule auswirken kann.

Du kannst diese Asana, wie im folgenden Video, dynamisch durchführen, oder auch statisch für 5-10 Atemzüge halten.
Wenn es dir schwer fällt, aus dem hinabschauenden Hund in die Position zu kommen, dann versuche es so, wie im Video in der Variation gezeigt – aus dem Sitz mit einem aufgestellen Bein.

Wichtig ist:
* dass du beim Strecken des Körpers nicht ins Hohlkreuz überstreckst und somit deine Lendenwirbelsäule überforderst, sondern dass du auch an die Öffnung in dem Brustraum denkst! – Deine gesamte Wirbelsäule sollte lang werden!!
* dass du beim Stützen daran denkst, die Schulter in etwa über dem Handgelenk auszurichten.

Es empfiehlt sich auch, davor den Körper etwas aufzuwärmen und zumindest, wie im Video gezeigt, die Aufmerksamkeit auf die Hüften und den Rumpf zu lenken.

Yoga für RadfahrerInnen – Let`s do the Wild Thing

Beachte bitte, dass du beim Üben zu jedem Zeitpunkt ein absolut gutes Gefühl haben sollst. Sollte irgendetwas unangenehm sein oder weh tun, dann versuche entweder weniger intensiv in die Position hineinzugehen oder mache eine Pause.

Viel Spass dabei!
Über Kommentare, Wünsche und Anregungen freue ich mich!

Alles Liebe
Marlene

LET´S DO THE TWIST – 20 Minuten für den Rücken

In „Let`s do the twist“ liegt der Fokus auf der Mobilität der Wirbelsäule – speziell die Rotation.
Aufgrund des Schwerpunkts eignet sich diese Einheit besonders zum Ausgleich nach langen Sitzperioden – v.a. auch am Fahrrad.

Nimm dir für diese Einheit etwas mehr als 20 Minuten Zeit, um im Anschluss noch einige Minuten in Savasana zu verweilen und nachzufühlen.
Während den Übungen solltest du keine Schmerzen oder dergleichen haben.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Yoga für RadfahrerInnen #1 und #2

Yoga für RadfahrerInnen #1 und #2 ist der 1. Betrag für eine Serie, die speziell Radfahrern helfen soll, einen geeigneten Ausgleich zu machen.

Als begeisterte Radfahrerin kenne ich die manchmal auftretenden Nachwirkungen einer ausgiebigen Ausfahrt und oftmaligen Aufs-Rad-Schwingen.

Der Nacken zieht. Vielleicht geht es auch ein wenig in den Kopf hoch und äußert sich als Spannungskopfschmerz. Die Schultern sind verspannt. Vielleicht zieht auch was im Kreuz, oder die Beine machen sich bemerkbar.

Das klingt jetzt so, als hätte Radfahren nur bösartige Nebenwirkungen. Aber so ist es keinesfalls. Jede/r, der/die gerne in die Pedale tritt, kennt die schönen Gefühle, die aufsteigen, wenn man im Grünen ist und frische Luft schnappt. Und die Umgebung in vollen Zügen aufnehmen kann. Schneller als Zufuß und viel intensiver als mit dem Auto. Herrlich!!!

Und weil ich so gerne am Fahrrad sitze (ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Baden an den Bach, oder im Zuge einer Ausfahrt oder auch einer Radreise), habe ich mich schon öfters mit den Ausgleichsmethoden auseinander gesetzt.

Hier gibts einen Einblick ins Programm:

Yoga für RadfahrerInnen #1 und #2 3
Ausschnitt aus dem Programm Yoga für RadfahrerInnen #1 und #2

…und hier die Videos dazu:

Yoga für RadfahrerInnen #1

und Teil 2:

Yoga für RadfahrerInnen #2

Die Sequenzen am Boden sollen speziell, die Haltung am Fahrrad ausgleichen. Also von einer (eher) Beugehaltung des Rumpfes mit Armen davor und hauptsächlich gebeugten Hüften geht es in die RUMPFAUFRICHTUNG MIT STRECKUNG DER ARME UND BEINE UND ROTATION .

Da die Haltungsmuster am Fahrrad ähnlich der Haltungsmuster beim langen Sitzen sind, passen diese Übungen auch sehr gut für SchreibtischheldInnen.

Alle Übungen / Sequenzen sollen zu jeder zeit ANGENEHM sein und keine Schmerzen provozieren! Sollten Schmerzen auftreten, dann ev. weniger intensiv in die Position gehen oder aufhören!!

Der nächste Teil ist in Arbeit!

Viel Spaß dabei!